Tag 1 - Rioja Reise - Bodegas Larchago und Bodegas Estraunza

Tag 1 – Rioja Reise

Willkommen im Norden Spaniens - in der wunderschönen Weinregion La Rioja!

Aufgewacht! Nach der ersten Nacht im Hotel in Laguardia, der Hauptstadt der Rioja Alavesa, geht es um 9 Uhr in Richtung Lapuebla de la Barca.
Die Sonne steht schon am Horizont und es verspricht ein sonniger, entspannter Tag zu werden.
Auf in den Kleinbus und zu der Bodegas Larchago!

Dort angkommen erwartet uns schon Ruth Chavarri, die Chefin der Bodegas Larchago. Hier in diesem kleinen Baskischen Dörfchen, direkt oberhalb des Flusses Ebro, liegt der Familienbetrieb seit 1882. Der Name der Ortschaft bedeutet übersetzt übrigens nichts anderes als „das Dorf des Bootes“. Ruths Vater liefert hierzu auch direkt die Geschichte. Wenn man vom alten Weingut hinunter auf den Fluss schaut, sieht man eine kleine zweispurige Brücke, und an dieser Stelle, berichtet uns der Vater von Ruth, war früher ein Floß um Wein und Menschen vom einen Ufer des Ebro zum anderen Ufer zu bringen. Aber jetzt schnell zurück in den Keller, denn auf dem Balkon des Weinguts wird es in der Sonne schon ziemlich heiß.

Heute, am ersten Tag der Weingutsbesuche, bin ich besonders gespannt wie es allen gefallen wird, denn für mich ist es wie immer interessant, auch wenn man meinen könnte, dass mir nach dem 100. Weingut langweilig wird und ich alle Geschichten schonmal gehört hätte. Doch dies ist keineswegs der Fall. Jeder Betrieb hat schließlich seine eigene Handschrift in der Weinbereitung und seine ganz eigene Philosophie, genau das fasziniert mich auch immer wieder an den kleinen Familienweingütern mit denen wir arbeiten. Hier wird Handwerk noch gelebt und die Liebe zum Wein lässt sich an so vielen Stellen erkennen.
Der Vater von Ruth schwärmt während unseres Besuchs immer wieder von seinen Weinbergen und Ruth erklärt uns, dass für ihn die Kellertechnik nicht viel bedeutet. Er kümmert sich um eine moderne Ausstattung, die stets up to date ist, aber seine eigentliche Passion gilt den Weinbergen. So verwundert es mich nicht, als er mir später erzählt, dass er jeden gesparten Cent in Weinberge investiert hat und er sich immer wieder über seine alten Rebanlagen freut.

Ruth nimmt sich viel Zeit und zeigt uns den Keller und das gesamte Weingut, und es scheint, als sei der erste Weingutsbesuch der perfekte Einstieg für die Gruppe. Als die ersten Fragen meiner Mitreisenden aufkommen und Ruth sich sichtlich über das Interesse freut, bin ich tatsächlich etwas beruhigt - es scheint der Gruppe zu gefallen!
Nachdem wir durch den Keller geführt wurden und die Barriques anschauen durften, gibt es um 10:30 Uhr „endlich“ ein Glas Wein ;)
Ruth präsentiert uns stolz Ihre Larchago Crianza und Larchago Reserva, die beide eine relativ moderne Stilistik verbindet, denn Ruth und ihr Vater setzen bewusst auf den Einsatz amerikanischer Weißeiche bei den Barriques. Die Rioja-Weine der Familie haben dadurch viel Röstaromen, teilweise erinnern diese sogar an Vanille, verbunden mit viel Frucht und einem starken Charakter. Erstklassige Rioja-Rotweine, zu denen man gern ein leckeres Stück spanischen Käse isst...und da wären wir auch schon beim nächsten Thema.

Wir haben uns mit Ruth direkt zum Mittagessen verabredet und als der spanische Jamon, der Käse und die Kartoffel-Tortilla auf dem Tisch landen, scheint es so als hielten dies alle für das genannte Mittagessen...doch dem war nicht so...
Die Gruppe isst und trinkt, aber als ehemaliger "Wahl-Spanier" ist mir schnell klar, dies ist nur der Almuerzo, also quasi das zweite Frühstück. Und so war es dann auch...aber dazu gleich mehr...

Wir brechen auf und Ruth zeigt uns noch den alten Keller im Dorfzentrum. Dort treffen wir auch ihren Vater wieder und erfahren noch ein wenig mehr über die Familiengeschichte und welche Pläne für die Zukunft im Raum stehen. Direkt oberhalb vom Fluss führt er uns auf eine kleine, verwilderte Terasse. Er beginnt direkt zu schwärmen, wie in wenigen Jahren hier die Besucher sitzen sollen, mit einem Glas Wein in der Hand, Blick über den Fluss und die Weinberge, inmitten der Rioja Alavesa...definitiv eine Familie mit Träumen und Visionen. Wir dürfen gespannt sein und die Familie Chavarri bleibt sicher noch lange dem Weinbau erhalten.

Der Gruppe steht nach dem Rundgang schon eine leichte Müdigkeit (oder vielleicht auch ein wenig der Wein?) ins Gesicht geschrieben, aber aufgeben, jetzt? Niemals! Wenn ein spanisches Weingut zur privaten Tour mit der Eigentümer-Familie läd, dann muss man schonmal ein wenig Durst zeigen.
Und so kommt es wie es kommen musste…Ihr Vater läd uns vor dem Mittagessen noch in die Dorfbar auf ein Glas Wein ein – ein kaum zu ertragendes Laster. Nach einem Glas Weißwein schaut mich die Gruppe fragend an, was jetzt wohl passiert?
Ruth bittet uns ihr zu folgen und wir fahren nach Fuyenmayor zum Mittagessen.
Im Restaurant werden wir ersteinmal in den Begehbaren Weinklimaraum geführt, mit Weinen aller Rioja-Betriebe, hunderte, nein tausende liegende Weinflaschen, in einem komplett klimatisierten Raum ohne Tageslicht – ein beeindruckendes Bild.
Als wir dann nach weiteren 20 Minuten an unserem Tisch sitzen, macht sich eine leichte Müdigkeit breit. Der Kellner weckt uns aber direkt, mit dem wunderbar ploppenden Geräusch einer entkorkten Weinflasche…und weiter geht‘s!
Beim vorlesen des heutigen 3 Gänge Menüs sehe ich wieder diese Angst in den Augen meiner Mitreisenden, denn beim Essen kommt man in Spanien nie zu kurz – aber keine Angst, ein Mensch kann meines Wissens nicht platzen...
Ein Teil der Gruppe bestellt nur noch einen Salat, denn die „Vorspeise“ im Weingut war tatsächlich reichlich. Der Rest entscheidet anders und gibt sich dem Geschick des spanischen Kochs völlig hin.
Nach zwei Gängen regionaler Küche, Patatas alla Riojana (Kartoffeleintopf mit Chorizo) und Bacalao (Stockfisch), folgt das Dessert und der Kellner bringt uns zwei große Platten mit allen Desserts des Hauses. Danach hilft auch der Kaffee kaum noch und die Gruppe würde am liebsten für die Siesta ins Hotel fahren, aber mein Plan sieht anders aus und so fahren wir zurück nach Lapuebla - auf zum zweiten Weingut!

Mittlerweile ist es 16 Uhr und wir sind nur 5 Häuser neben der Bodegas Larchago angekommen.
Hier steht, in der gleichen Straße, das Weingut von Iñigo Medrano, Bodegas Estraunza, ebenfalls ein Familienbetrieb der Rioja Alavesa, der baskischen Hochebene.
Ich habe Iñigo damals, während meiner Arbeitszeit in Spanien kennengelernt und bis heute ist uns dieser Kontakt und die Freundschaft geblieben. Auch sein Exportleiter Eduardo ist mit dabei, er erinnert sich gern an unsere Veranstaltungen in Deutschland, die gelegentlich mit dem einen oder anderen Glas Wein beendet wurden...Vielleicht haben Sie ihn ja schonmal bei unserer Hausmesse getroffen? Sie würden sich erinnern :)

Meine Sorge zur Müdigkeit der Gruppe stellt sich schnell als unbegründet heraus, ich hatte meine Mitstreiter doch etwas unterschätzt.
Iñigo startet mit uns in den Reben und erklärt uns wie schon sein Opa in Lapuebla Wein machte.
Heute führen er und sein Vater den Betrieb, wobei die Hauptabnehmer bis heute die Bars und Restaurants rund um Bilbao sind.

Nach etwas mehr als einer Stunde in der Sonne, ein paar Fotos vorm Weingut und vielen Erklärungen zu den Reben und zum Weinbau, führen uns Iñigo und Eduardo in die heiligen Hallen des Weinguts.
Auch hier ist alles top gepflegt, für die kontrollierte Gärung steht ein kompletter Raum mit Edelstahltanks zur Verfügung, doch das Ware Herz der Bodega schlägt im Keller. Hier unten liegen 1.650 Barriques, selbst das Licht ist speziell für den Keller konzipiert, damit der Wein während der Reifung keinen Schaden durch UV-Licht nimmt.
Die ältesten Fässer im Keller sind 6 Jahre alt und wenn man bedenkt, dass ein Fass knapp 350 € kostet, dann kann man schnell sehen warum hier kein Wein für 5 € entstehen kann, denn allein das Barrique macht knapp 0,80€ - 1,00€ netto pro Flasche aus.
Um uns ein besseres Bild über die Weine machen zu können, geht es nun zur Weinprobe.
Zuerst gibt es einen frischen, fruchtigen „Starter“ den Estraunza Rosado – jetzt sind alle wieder wach und freuen sich auf das Tasting.
Wir probieren uns auch hier von der Estraunza Crianza, über die Estraunza Reserva bis hin zum ganzen Stolz des Kellermeisters, der Estraunza Vendimia Seleccionada, ein Wein der nur in den besten Jahrgängen produziert wird...so lässt es sich aushalten.

Am Abend geht es wieder zurück in das kleine Dorf Laguardia, auf einem Hügel im Baskenland, mitten in den Reben. 
Während wir auf einer Steinmauer vor der Bar mit Pintxos (Tapas im Baskenland) und Rotwein sitzen, verwöhnt uns die Rioja noch mit einem perfekten Sonnenuntergang… Ein perfekter erster Tag.

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